Das Quartett

Adumá sind vier Saxophonisten aus Berlin, St. Petersburg (Russland), Yangzhou (China) und Osaka (Japan), die sich dem klassischen Saxophon verschrieben haben. An der Hochschule für Musik und Theater Rostock fanden sie zusammen, um ein Masterstudium für Kammermusik zu absolvieren. Im Rahmen dieses Studiums, das sie im Sommer 2015 erfolgreich abschlossen, erhielten sie Unterricht bei Jan Schulte-Bunert, Detlef Bensmann, Prof. Heiner Schindler und Prof. Stephan Imorde. Zusätzlich absolvierten sie Meisterkurse bei dem Saxophonisten Clément Himbert, dem clair obscur Saxophonquartett und dem Fauré Quartett.            

2014 wurden sie 1. Preisträger beim Musikpreis der HMT Rostock in der Kategorie Kammermusik und bekamen den Sonderpreis für die beste Interpretation eines nach 1970 komponierten zeitgenössischen Werkes. Im selben Jahr waren sie Finalisten beim internationalen Kammermusikwettbewerb "Salieri-Zinetti" in Italien.   
Im Jahr darauf gab Adumá mit dem Konzert für Saxophonquartett und Orchester von Philipp Glass im Volkstheater Rostock sein Orchesterdebüt mit der Norddeutschen Philharmonie.                           

Die erste CD des Quartetts mit dem Titel "Ein Rot tönt den Raum", gefördert mit dem Caspar-David-Friedrich-Stipendium des Landes Mecklenburg-Vorpommern, erschien im Juni 2019 beim Label "kreuzberg records". Sie enthält zeitgenössische Werke, die eigens für das Ensemble geschrieben wurden.  

In seinen Programmen widmet sich das Quartett in erster Linie Originalkompositionen für Saxophonquartett, beginnend in der Spätromantik bis in die Moderne. Die Musiker bearbeiten zudem Werke, die ursprünglich für andere Instrumentalbesetzungen geschrieben wurden. Dadurch stellen sie einen Bezug zwischen älteren Kompositionen und der modernen Lebenswelt her - neue, reizvolle Interpretationen mit den musikgeschichtlich noch jungen Saxophonen entstehen. Das Repertoire reicht von der Renaissance bis in die Gegenwart und schließt Kompositionen der Romantik und Neuen Musik ebenso ein wie Tango und Jazz. Daneben gestaltet das Quartett Konzertprogramme und musikalische Workshops für Kinder.

Irina Yudaeva (Sopransaxophon)

Irina Yudaeva wurde 1991 in St. Petersburg, Russland, geboren und zog ein paar Jahre später nach Deutschland. Mit 13 Jahren erhielt sie ihren ersten Saxophon-Unterricht an der Musikschule Hannover. 2009 und 2010 folgten Preise auf Bundesebene im Wettbewerb Jugend Musiziert. Es folgte das Förderstipendium „Note um Note“ der Sparda-Bank Hannover-Stiftung und eine CD-Aufnahme im NDR Sendesaal. 2010 spielte sie das Saxophonkonzert von Alexander Glazounov mit dem Jungen Sinfonieorchester Hannover. 

In den Jahren 2011-2016 studierte sie an der Universität der Künste Berlin in der pädagogischen Ausbildung und einem Bachelor in der künstlerischen Ausbildung bei Johannes Ernst und war Stipendiatin des Vereins „Yehudi Menuhin – Live Music Now“. 2012 folgte ein 2. Preis beim Alice-Samter-Kammermusikwettbewerb mit dem Lumex Saxophonquartett. 2013 wurde sie Semifinalistin des internationalen Saxophonwettbewerbs in Odessa.

2016-2019 absolvierte sie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover den künstlerisch-pädagogischen Master bei Jan Schulte-Bunert.
Sie besuchte nationale und internationale Meisterkurse, wo sie musikalische Anregungen u.a. von Daniel Gauthier, Christian Wirth, Koryun Asatryan, Masataka Hirano, Sebastian Pottmeier und Jean-Denis Michat erhielt, und spielt in unterschiedlichen Kammermusikformationen wie dem Duo Yokoi-Yudaeva und dem trio transcript mit.
Neben der künstlerischen Arbeit gibt sie ihr Wissen und ihre Leidenschaft für Musik an den Musikschulen Ludwigsfelde, Barnim und Lebenstraum weiter.

Taewook Ahn (Altsaxophon) - nicht auf dem Foto

Taewook wurde in Osaka (Japan) geboren. Er erlangte seinen Bachelor-Abschluss in Saxophon bei Prof. Masahiro Maeda und Suwako Iwata an der Soai Universität in Osaka. Zur selben Zeit trat er mit dem Mi-Bemol Saxophone Ensemble auf, wo er in Aufnahmen und Konzerten durch ganz Japan mitwirkte. 2012 entschied sich Taewook, seine Musikalität und Technik in Frankreich zu vertiefen. Zunächst studierte er bei Prof. Jean-Denis Michat am Conservatoire à rayonnement régional de Lyon. Sein Diplom (DEM) absolvierte er mit der Erwähnung "très bien". Während seiner Zeit in Lyon war Taewook Mitglied des Ensembles L'artisanat Furieux, welches zahlreiche Konzerte in Lyon gab und 2013 auf Tournee nach Algerien ging.

Die nächste Station in seiner Laufbahn führte Taewook nach Brüssel, wo er seinen Master-Abschluss am Conservatoire Royal de Bruxelles bei Prof. Alain Crepin und Simon Diricq machte. Zudem nahm er am 17. World Saxophone Congress in Straßburg teil. Im Rahmen des Erasmus-Programms siedelte Taewook nach Wien über, um in der Klasse von Prof. Lars Mlekusch an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien zu studieren. Dort nahm er auch am Vienna Saxfest 2016 teil, und trat im Wiener Musikverein, dem Wiener Konzerthaus und dem Belvedere Museum auf. Während dieser Zeit intensivierte sich Taewooks Leidenschaft für Kammermusik, und er beschloss, sein Aufbaustudium an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien (mdw) fortzusetzen. Als erster Saxophonist, der je in der mdw Kammermusikklasse zugelassen wurde, studierte Taewook bei Lehrern unterschiedlicher Musikinstrumente, insbesondere Prof. Gottfried Pokorny (Fagottist im Tonkünstler Orchester) und Prof. Avo Kouyoumidjian (Pianist). 2018 wurde Taewook beim Internationalen Kammermusikwettbewerb Salzburg-Mozart mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Zudem nahm er am 18. World Saxophone Congress in Zagreb teil. Darüber hinaus fungiert Taewook Ahn als offizieller Künstler von D’Addario Reeds.

Tianhong Wu (Tenorsaxophon)

Tianhong Wu wurde in Yangzhou, China, geboren. Er begann im Alter von zehn Jahren Saxophon zu spielen. Er studierte früher an der Universität der Kunst Nanjing Bachelor Popmusik Komposition. Im Jahr 2019 hat er seinen Master bei Detlef Bensmann an der Universität der Künste Berlin abgeschlossen. Weiterhin nahm er an Meisterkursen von Philippe Geiss, Arno Bornkamp, Lars Mlekusch, Ryo Noda und Christian Wirth teil. 
Seit 2012 spielt er mit dem Pentaton Saxophonquartett und gewann mit diesem 2014 den 1. Preis beim „Holz Pur“ Kammermusik Wettbewerb. 2017 gründete er das Bensmann-Saxophonquartett Berlin mit, mit dem er später Konzerte in Deutschland und Kroatien (Saxophon-Kongress 2018 in Zagreb), Mazedonien und China spielte. Seit Anfang 2018 ist er zweiter Vorsitzender des Arbeitsgemeinschaft Deutscher Saxophonisten e. V. Im gleichen Jahr wurde er Mitglied im Adumá Saxophonquartett. Als Solist spielte er in Prenzlau das Saxophonkonzert von Alexander Glasunow. Außerdem spielte er in unterschiedlichen Orchestern mit, u. a. dem Orchester des Staatstheaters Cottbus, dem Deutschen Akademischen Orchester in der Berliner Philharmonie und dem akademischen Blasorchester beim Saxophon-Kongress 2016 in Breslau.

Kathrin von Kieseritzky (Baritonsaxophon)

Kathrin lebt als freiberufliche Musikerin in Berlin. Sie begann ihre musikalische Ausbildung mit der Violine; klassisches Saxophon bei Detlef Bensmann (Berlin), 2006-2011 Stipendiatin von "Yehudi Menuhin Live Music Now". Sie nahm an verschiedenen Workshops und Meisterkursen teil, u.a. bei Matthias Nadolny, John Taylor, Joachim Gies, Jasper van't Hof, Earle Brown, Peter Niklas Wilson und dem Ensemble musikFabrik. 

Seit Anfang 2006 Zusammenarbeit mit dem Akkordeonisten Heiner Frauendorf im Duo "Common Contrasts", mit dem sie den Studiopreis der Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur erhielt. Die erste CD von Common Contrasts erschien in der Künstleredition media4art bei newsic. 2010 führte sie eine vom Goethe-Institut geförderte Konzertreise nach Mexiko (Festival Xcéntrico), Panama, Costa Rica (Festival de las Artes) und Trinidad & Tobago. Langjährige Zusammenarbeit im Duo mit der Organistin Barbara Matthes (Philippsthal, Hessen), mit der sie bundesweit konzertiert. Gründungsmitglied bei Ensembles Xenon, mit dem sie 2018 anlässlich des 100. Todestages von Claude Debussy für die Konzertreihe „...durch die offenen Fenster auf den freien Himmel schauen..." vom Hauptstadtkulturfonds und der initiative neue musik berlin e.V. (inm) gefördert wird. 2019 musikalische Leitung des Kinderclubs an der Deutschen Oper Berlin.